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In aller Munde
Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman


31.10.2020 – 05.04.2021


Mund, Lippen, Zunge und Zähne, Sprache, Schmerz und Schrei, Essen, Schlingen, Speien und Spucken, Lust und Leidenschaft: Die Mundhöhle ist eine buchstäblich reizvolle Körperzone. So haben sich nicht nur seit jeher Naturwissenschaft und Medizin an der Erkundung der Mundhöhle abgearbeitet, sondern auch die Kunst- und Kulturgeschichte – von der Antike bis zur Gegenwart. Diesen breit gefächerten motivgeschichtlichen Pfad verfolgt das Kunstmuseum Wolfsburg mit der Ausstellung In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman. Es ist die bislang umfassendste Themenausstellung zu oralen Motiven in der Kunst in Deutschland mit über 250 Exponaten unter anderem von Albrecht Dürer, Pablo Picasso, Max Klinger, Marina Abramović, Andy Warhol und Louise Bourgeois.


Die breit angelegte Ausstellung widmet sich Monstermäulern (Alfred Kubin) und Vampirbissen (Edvard Munch), betrachtet den Mund als Höllenschlund und Tor zum Weltinnenraum (Pieter Bruegel). Die Dentalkultur wiederum wird vielfältig beleuchtet vom Zahnbrecher bei Jan Steen über die Darstellung der Schutzheiligen von Zahnärzten, Apollonia, bei Andy Warhol bis hin zu Zahnschmuck aus außereuropäischen Kulturen. Mona Hatoum dringt bis in die Speiseröhre vor, während Künstler wie Man Ray oder Anselmo Fox ihren Atem in Glas-, Seifen- oder Kaugummiblasen einschließen. Und schließlich ist die Ästhetik der Lippen, gesteigert im Kuss und der oralen Libido ein Sujet, mit dem sich Wolfgang Tillmans, Natalia LL, Picasso, Marilyn Minter und viele andere in der Schau beschäftigen. In aller Munde umfasst sowohl Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie, Zeichnung, Grafik und Videokunst als auch einzelne Exponate aus ethnologischen und naturwissen­schaft­lichen Sammlungen, Film und Werbung, Musik und Literatur.


Die Schau In aller Munde wird kuratiert von Dr. Uta Ruhkamp und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Böhme und der Zahnärztin Beate Slominski.


Publikation

Das Ausstellungsprojekt wird von einer umfassenden, reich bebilderten Publikation begleitet. Sie bietet mit thematisch verdichteten Essays nicht nur inhaltliche Vertiefungsebenen an, sondern reicht über die Ausstellung hinaus. So wird der Mund mit seinem Inventar und seinen Fähigkeiten auch im Bereich der Filmgeschichte, Ethnologie, Literaturwissenschaften und Architektur unter die Lupe genommen. Mit Beiträgen von Andreas Beitin, Hartmut Böhme, Horst Bredekamp & Kolja Thurner, Roland Garve, Birte Hinrichsen, Olaf Knellessen, Harald Lemke, Karin Leonhard, Jürgen Müller, Uta Ruhkamp, Marcus Stiglegger und Ulrike Vedder. Verlag Hatje Cantz, in deutscher oder englischer Version, jeweils ca. 350 Seiten, 350 Abbildungen. Erhältlich für 45 Euro im Museumsshop oder unter kunstmuseum.de/shop.


Künstler*innen
Hans von Aachen (Umkreis), Marina Abramović & Ulay, Vito Acconci, Nobuyoshi Araki, Arman, Dirck Barendsz, Lenora de Barros, Franz von Bayros, Dirk Bell, Johannes Bendzulla, Bernhard Johannes Blume, Louis-Léopold Boilly, Hieronymus Bosch (Nachfolger), Louise Bourgeois, Pieter Bruegel d. Ä., Anton Büschelberger, Luca Cambiaso, Javier Castro und Luis Gárciga, Jake & Dinos Chapman, Francesco Clemente, Otto Coester, Tony Cragg, Lucas Cranach d. Ä., Walter Crane, Martin Creed, John Currin, Natalie Czech, Thomas Demand, François Desprez, Birgit Dieker, Mark Dion, Cheryl Donegan, Albrecht Dürer, Bogomir Ecker, Gerbrand van den Eeckhout, Antje Engelmann, Fantich & Young, Harun Farocki, Thomas Feuerstein, Urs Fischer, Anselmo Fox, Moritz Frei, Lieselotte Friedlaender, Gauri Gill, Francisco de Goya y Lucientes, Vivian Greven, Robert Haiss, Richard Hamilton, Johann Gottlieb Hantzsch, Mona Hatoum, Eberhard Havekost, He Xiangyu, Egbert van Heemskerck d. J., Jeppe Hein, Gottfried Helnwein, Gary Hill, Klara Hobza, Jenny Holzer, Benjamin Houlihan, Lisa Junghanß, Michael Kalmbach, Isabell Kamp, Christian Keinstar, Johann Georg Kern (zugeschr.), Walther Klemm, Max Klinger, Christoph Knecht, Herlinde Koelbl, Kurt Kranz, Alfred Kubin, Mathäus Küsel, Raimund Kummer, David LaChapelle, Maria Lassnig, Lucas van Leyden, Lee Lozano, Sarah Lucas, Anna Maria Maiolino, Jeanne Mammen, Man Ray, Jan Mandyn, Fabian Marcaccio, Christian Marclay, Teresa Margolles, Oliver Mark, Bernhard Martin, Kris Martin, Jonathan Meese, Ulrich Meister, Isa Melsheimer, Ana Mendieta, Charles Meryon, Franz Xaver Messerschmidt, Duane Michals, Marilyn Minter, Edvard Munch, Bartolomé Esteban Murillo (zugeschr.), Natalia LL, Bruce Nauman, Marcel Odenbach, Adolf Oexle, Tony Oursler, Georg Pencz, Pablo Picasso, Rona Pondick, François Rabelais, Lili Reynaud-Dewar, Pipilotti Rist, Michele Rocca, Ulrike Rosenbach, Aura Rosenberg, Miguel Rothschild, Raphael Sadeler d. Ä., Sam Samore, Johann Gottfried Schadow, Godfried Schalcken, Thomas Schütte, Lorentz Schultes, Elfie Semotan, Mithu Sen, Cindy Sherman, Slavs and Tatars, Andreas Slominski, Kiki Smith, Daniel Spoerri, Shaun Stamp, Peter Stauss, Jan Steen, Barbara Steppe, Sam Taylor-Johnson, David Teniers d. J., Paul Thek, Wolfgang Tillmans, Joe Tilson, Ane Tonga, Rosemarie Trockel, Wilhelm Trübner, Piotr Uklański, Maarten de Vos, Kemang Wa Lehulere, Franz Erhard Walther, Andy Warhol, Hans Wechtlin, Peter Weibel, Hans Weiditz d. J., Tom Wesselmann, Antonie Wierix, Peter Zizka u. a.


Das Ausstellungs- und Publikationsprojekt wird großzügig gefördert durch die Kulturstiftung der Länder.


Kunstmuseum Wolfsburg
Hollerplatz 1
38440 Wolfsburg
http://www.kunstmuseum-wolfsburg.de


Direkter Link zur Ausstellung:
https://www.kunstmuseum-wolfsburg.de/ausstellungen/in-aller-munde-von-pieter-bruegel-bis-cindy-sherman/


PArt

Producers Art Platform


https://producersart.com


Die PArt Initiative unterstützt Künstler, die durch die Folgen der Corona-Pandemie von Ausstellungsabsagen und einhergehenden Verkaufseinbrüchen betroffen sind.


Herzstück ist die VAN HAM Benefiz-Auktion vom 15. Juni bis 01. Juli.


https://www.van-ham.com/auktionskataloge/a1062-part-benefizauktion.html


Die Arbeit von Isabell Kamp, Losnummer 25:

https://auction.van-ham.com/item/id/Ball_of_misunderstood_opportunities_23904.html


Hierin werden Werke renommierter Künstler, wie Henrik Eiben, Frank Gerritz, Anselm Reyle, Michael Sailstorfer, Christian Awe oder Michael Wesely versteigert, die damit die Initiative unterstützen. Die Erlöse der PArt Benefiz-Auktion fließen an den Einlieferer und den PArt Soforthilfe-Fond.


Parallel hierzu öffnet auf producersart.com die begleitende Plattform ihre digitalen Pforten. Dort können über 1000 ausgewählte Werke zahlreicher der wichtigsten Vertreter der aktuellen Kunstszene entdeckt und erworben werden können. Sammler und Kunstfreunde erhalten hier nach Monaten des Kunst-Entzugs exklusiven Zugang und einen Überblick der aktuellsten Tendenzen im Kunstmarkt. Die Initiative wird durch eine hochkarätig besetzte Jury flankiert, der angehören Marcus Eisenbeis (VAN HAM) Prof. Dr. Thomas Girst (BMW Art Programm), Leiko Ikemura (Künstlerin), Florian Illies (Publizist, Autor, Kunsthändler & Verleger), Daniel Richter (Künstler), Georgie Pope (Independent Collectors), Dr. René Scheu (Neue Zürcher Zeitung) und Johannes König (König Galerie, Berlin) angehören.


Die Arbeiten von Isabell Kamp befinden sich auf folgender Seite der PArt Producers Art Platform:

https://producersart.com/?s=isabell+kamp&post_type=product&dgwt_wcas=1


Initiator der Initiative ist die Spiegelberger Kunststiftung. Medien-Partner ist die Neue Zürcher Zeitung. Förderer der Initiative sind unter anderen die Donner Reuschel Privatbank sowie das internationale Sammlernetzwerk Independent Collectors und Tandem Kunsttransporte.


Alles weitere unter https://producersart.com


Producersart

Großer Burstah 36-38

Hamburg 20457

Germany